Ostermundigen baut vier Bushaltestellen hindernisfrei um
Seit Ende Juni 2025 können Menschen mit Behinderungen die drei Bushaltestellen «Zollgasse», «Wegmühlegässli» und «Rüti» selbstständig nutzen. Auch die provisorische Bushaltestelle «Bahnhof» wurde angepasst. Mit einer zusätzlichen Teerschicht im Bereich des Rollstuhl-Einstiegs liess sich die nötige Höhe der Haltekante erreichen. Zudem wurde die bestehende Kante des Trottoirs schräg weggefräst, um den speziellen Randstein zu improvisieren, der ein dichtes Heranfahren des Busses an die Haltestelle ermöglicht.
Den Anstoss zum provisorischen Umbau gaben Thomas und Gabi Schneider, die sich auch in der Arbeitsgruppe Behindertenparkplätze der BKKB und in ihrem Rollstuhlblog.ch für mehr Hindernisfreiheit engagieren. Sie hatten im 2024 das Gespräch mit den Gemeindebehörden von Ostermundigen gesucht und an die abgelaufene gesetzliche Frist für den Umbau der ÖV-Haltestellen erinnert.
Obwohl die Stimmberechtigten das Projekt für den Bau einer Tramlinie von Bern nach Ostermundigen bereits vor rund acht Jahren gutgeheissen haben, konnte der Baustart wegen hängiger Einsprachen noch nicht erfolgen. Der Gemeindepräsident Thomas Iten hatte mit einer früheren Umsetzung gerechnet, wobei die neuen Tramhaltestellen hindernisfrei gestaltet werden. Wegen der weiteren Verzögerung entschied er sich für diese provisorische Lösung. Sie soll bis zur Realisierung des Tramprojekts bestehen bleiben.
Fotos der einzelnen Bushhaltestellen sind im Rollstuhlblog.ch-Beitrag zu den umgebauten Bushaltestellen in Ostermundigen zu finden.