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Rückblick 2025 Arbeitsgruppe Bildung

Rückblick 2025 Arbeitsgruppe Bildung

Seit Ihrer Gründung hat sich die Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderungen das uneingeschränkte Recht auf Bildung zu ermöglichen und sich für eine inklusivere Bildung im Kanton Bern einzusetzen. Der Artikel 24, Bildung der UNO-BRK, dient der Arbeitsgruppe als Leitfaden.

Die AG Bildung ist gut in die neue Behindertenkonferenz des Kantons Bern, BKKB integriert worden. Es ist nach wie vor das grosse Ziel unserer Arbeitsgruppe, Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen ein möglichst «optimales und gleichberechtigtes» Bildungsumfeld im Kanton Bern zu bereiten. Wir setzen uns dafür ein, dass eine gute Schulbildung für alle Schülerinnen und Schüler ob mit oder ohne Behinderungen zur «gelebten Realität im Schulzimmer» werden kann. Leider sind wir von diesem Ziel noch meilenweit entfernt. Die Hoffnung auf mehr Inklusion statt Separation ist im derzeitigen Schulumfeld unseres Kantons erschwert. Unser Kanton setzt leider eher wieder auf eine separative Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen oder auffälligem Verhalten .

Dieser Lösungsansatz deckt sich nicht, mit unseren Vorstellungen einer inklusiveren Bildungspolitik im Kanton.

Schlussendlich ist es ein politischer Entscheid, wie weit der Kanton bereit ist, mehr Inklusion in der Bildung zu wagen und den Weg zu einer absoluten Gleichstellung aller Menschen mit und ohne Behinderungen zu gehen. 

Gemeinsam mit der Co.-Leiterin der BKKB, Franziska Seidenfaden, geben wir unser Bestes, die Aufgabe und das Ziel unserer Arbeitsgruppe «Neu zu denken und zu definieren». Dies tun wir, um besser auf die erschwerten Bedingungen in Sachen inklusiver Bildung im Kanton Bern reagieren zu können. 

Im nächsten Berichtsjahr gibt es einen Wechsel in der Bildungs- und Kulturdirektion im Kanton Bern. 

Die Bildungsdirektorin des Kantons Bern, Christine Häsler, hat angekündigt bei den Regierungsratswahlen Ende März 2026 nicht mehr anzutreten. 

Dieser Wechsel in der Bildungs- und Kulturdirektion bestimmt und beeinflusst das Bestreben unserer Arbeitsgruppe auf mehr Inklusion in der Bildung. Die Frage ist: Gibt es eine Chance auf mehr Inklusion in der Bildung in unserem Kanton? Hin zu einer längst fälligen «Schule für alle». Wir werden sehen und mit der neuen Bildungsdirektorin/dem neuen Bildungsdirektoren in Kontakt treten.

Im Wissen darum, dass es noch ein steiniger Weg hin zu einer «Schule für alle» im Kanton Bern ist, werden wir als Arbeitsgruppe vom Kanton für das Jahr 2026 eine Strategie zur Umsetzung einer Inklusiveren Bildungspolitik im Kanton einfordern.

Da unsere Arbeitsgruppe der BKKB derzeit etwas im Wandel ist, verzichteten wir in diesem Berichtsjahr 2025 auf unsere obligaten Treffen. Wir alle sind gespannt, wer die Bildungs- und Kulturdirektion im Kanton Bern übernehmen wird. Als AG Bildung der BKKB werden wir die neue Direktorin oder den neuen Direktoren fragen, wie sie/er sich mehr Inklusion in der Bildung vorstellt und wie der Kanton Bern, den Artikel 24, der UNO-BRK in der Praxis im Schulzimmer umzusetzen gedenkt.