Rückblick 2025 Arbeitsgruppe Parkplätze für Menschen mit Behinderungen
Im Juni hat Isabelle Schletti die Stelle gewechselt und deshalb die Arbeitsgruppe verlassen. Dreieinhalb Jahre lang war sie unsere Verbindungsperson zur Verkehrsplanung der Stadt Bern. Wir danken ihr herzlich für ihren Einsatz.
Wegen der unklaren Nachfolge hat Tim Wettstein der Verkehrsplanung an unserer einzigen Sitzung am 14. November teilgenommen. Diese durften wir im Sitzungszimmer der Fachstelle durchführen. Jeannine Sutter hat uns die Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen der Stadt Bern und ihre Arbeit vorgestellt und gleichzeitig einen Einblick in unsere Tätigkeit erhalten. Der Austausch war sehr anregend und hat allen gefallen.
Wegen dem Wechsel bei der Verkehrsplanung haben wir den letztjährigen Vorschlag, einen rollstuhlgerechten Parkplatz an der Maulbeerstrasse für den Besuch der Seniorenuniversität im ehemaligen Kino Alhambra zu schaffen, erneut diskutiert. Danach kamen wir auf die drei neuen Vorschläge für zusätzliche Parkplätze in der Stadt Bern zu sprechen, die über unsere Website www.behindertenparkplatz-vorschlagen.ch eingetragen wurden.
Ein Einsender hat gefragt, aus welchem Grund der rollstuhlgerechte Parkplatz an der Blumensteinstrasse aufgehoben wurde. Die Recherche hat gezeigt, dass dieser für einen Anwohner erstellt und bei seinem Wegzug wieder entfernt wurde. Vorgeschlagen waren auch näher gelegene Parkplätze für den Besuch im Rosengarten und ein Parkplatz im unteren Teil der Gerechtigkeitsgasse, wo sie auf die Junkerngasse und Postgasshalde trifft.
Die Parkplatzsituation beim Streichelzoo des Tierparks Bern bleibt unbefriedigend. Vor mehreren Jahren wurden die beiden idealen Parkplätze auf dem Wendeplatz zwischen dem Streichelzoo-Gebäude und dem Restaurant Dählhölzli an den schmalen Tierparkweg verschoben. Hier bestehen sie nur als normalbreite Parkfelder weiter. Beim Ein- und Aussteigen kommen andere Autos der umsteigenden Person gefährlich nahe.
Besprochen haben wir auch das neue Parkiersystem in Einkaufszentren der Migros. Dieses setzt auf Videoüberwachung statt Schranken und bietet die Möglichkeit, die Parkgebühr vor Ort, über eine Website oder in der Migros-App zu bezahlen. Obwohl dabei das kostenlose Parkieren auf den rollstuhlgerechten Parkplätzen im Shoppyland Schönbühl wegfällt, überwiegen für Menschen mit Behinderungen die Vorteile.
Daneben hat uns die Stadt Bern zu ihrem Pilotprojekt E-Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum angefragt. Wir haben die vorgesehenen Standorte am Helvetiaplatz und in der Brunnadernstrasse geprüft und auf problematische Punkte hingewiesen. Leider wurden unsere Einwände nicht berücksichtigt. Die Ladeinstallation am Helvetiaplatz ist im Rollstuhl nicht nutzbar und damit gesetzeswidrig. Der andere Standort wurde noch nicht umgesetzt.
Und wir haben im Namen der Behindertenkonferenz bei den Stadtberner Behörden interveniert. Denn der Stadtrat hat den Gemeinderat mit der Durchführung von zwei autofreien Tagen in der Berner Innenstadt beauftragt, ohne dabei Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen. Wir haben gefordert, dass die BKKB in die Planung involviert wird, und dass die Zufahrt zu den rollstuhlgerechten Parkplätzen erlaubt bleibt.
Seit Dezember steht fest, dass neu Andrea Felder seitens der Verkehrsplanung für uns zuständig ist. Sie hat sich bereits in die Thematik eingearbeitet und wird sich für die diskutierten Vorschläge einsetzen.